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„Die Hebräische Bibel im ‚jüdisch-christlichen‘ Dialog in Österreich und Deutschland nach 1945“

Projektnummer: FWF-Einzelprojekt P24782
Projektleiterin: Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Fischer
Projektmitarbeiterin: MMag. Edith Petschnigg
Projektlaufzeit: 1.10.2012 bis 30.9.2015

Dialog an der Basis
Ziel des Forschungsprojektes ist es, nach theologischen Neuorientierungen angesichts der Tragödie der Shoa zu fragen und diese exemplarisch zu dokumentieren und zu analysieren. Eine wesentliche Zielsetzung dabei ist, die Verwendung und Bedeutung biblischer, insbesondere alttestamentlicher Texte im Dialogprozess an der Basis zu erforschen. Das Projekt leistet damit auch eine Bestandsaufnahme der historischen Entwicklung des Gesprächs zwischen Judentum und Christentum sowie eine Analyse der Beweggründe sowohl der christlichen als auch der jüdischen Akteurinnen und Akteure, sich am Dialog zu beteiligen. Grundlage dafür bilden folgende vier ausgewählte „jüdisch-christliche“ Bibelwochen, Ferienkollegs und Sommeruniversitäten in Deutschland und Österreich:

  • Die „Internationale Jüdisch-Christliche Bibelwoche“ (von 1969 bis 2003 in Bendorf am Rhein bzw. seit 2004 in Georgsmarienhütte bei Osnabrück);
  • Das „Christlich-Jüdische Ferienkolleg“ (von 1983 bis 2012 im Bistum Aachen)
  • Die „Christlich-Jüdische Sommeruniversität“ (seit 1987 in Berlin)
  • Die „Österreichische Christlich-Jüdische Bibelwoche“ (von 1982 bis 2007 in Graz).

Paradigmenwechsel in der alttestamentlichen Wissenschaft
Unter dem Blickwinkel des „jüdisch-christlichen“ Dialogs wird das Projekt exemplarisch untersuchen, inwieweit und in welcher Weise die alttestamentliche Exegese den in der christlichen Theologie lange Zeit tradierten antijüdischen Klischees begegnete und wie sehr sie diesen entgegenwirken konnte. Wesentlicher Schwerpunkt in der Untersuchung dieses exegetischen Paradigmenwechsels, der sich für die Zeit ab den 1970er und 1980er Jahren festmachen lässt und dem Tenach erstmals einen bleibenden Eigenwert zuerkannte, wird es sein, die wissenschaftlichen Publikationen zweier führender Repräsentanten der christlichen Exegese und Vordenker des exegetischen Neuaufbruchs auf ihre Rezeption des „jüdisch-christlichen“ Dialogs hin zu analysieren: Es sind dies die Alttestamentler Erich Zenger aus dem Bereich der katholischen und Rolf Rendtorff aus dem Bereich der evangelischen Exegese. Neben der personenzentrierten Schwerpunktsetzung werden außerdem zwei Themen, die eine wichtige Rolle in der Neubestimmung des „jüdisch-christlichen“ Verhältnisses spielen, im Mittelpunkt der Analyse stehen: erstens die Thematik „Alter Bund – Neuer Bund“ und zweitens das Themenfeld „Gottesbild, Gewalt und Patriarchat“.

 

 

Open-Access-Publikation

I. Fischer/E. Petschnigg (Hrsg.), Der 'jüdisch-christliche' Dialog veränderte die Theologie. Böhlau Verlag 2016.

Kontakt

Institutsleiterin Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Irmtraud Fischer Telefon:+43 (0)316 380 - 6021

Kontakt

Sekretariat
Heinrichstraße 78 A-8010 Graz
Mag. Dr. Patrick Marko Telefon:+43 (0)316 380 - 6020
Fax:+43 (0)316 380 - 9305

Web:altes-testament.uni-graz.at

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